Wie unterstützen digitale Systeme Behördenarbeit?

Wie unterstützen digitale Systeme Behördenarbeit?

Inhaltsangabe

Digitale Systeme verändern, wie Verwaltungen arbeiten. Sie machen Abläufe schneller, reduzieren Papier und schaffen neue Servicewege für Bürgerinnen und Bürger. In Deutschland treiben Initiativen wie das Onlinezugangsgesetz (OZG), der DigitalPakt und der IT-Planungsrat die Verwaltungsdigitalisierung voran.

Für Entscheidungsträger in Verwaltungen, IT-Verantwortliche und Kommunalpolitiker stellt sich die Frage: Wie unterstützen digitale Systeme Behördenarbeit konkret? Die Antworten betreffen digitale Verwaltung, E-Government Deutschland und die praktische Umsetzung von Prozessen.

Der Text verfolgt einen Produktbewertungsansatz. Er vergleicht Softwarelösungen, beschreibt Testaspekte und zeigt Praxisbeispiele. Ziel ist es, Auswahlentscheidungen zu erleichtern und Chancen sowie Risiken der Verwaltungsdigitalisierung klar aufzuzeigen.

Wie unterstützen digitale Systeme Behördenarbeit?

Digitale Systeme verändern die tägliche Arbeit in Ämtern und Verwaltungen. Sie bündeln Prozesse von der Erfassung bis zur Archivierung und machen Abläufe transparenter. In diesem Abschnitt erklärt der Text zentrale Begriffe und zeigt, welche Fragen bei der Einführung auftreten.

Kurzbeschreibung des Themas

Unter dem Begriff Definition digitale Systeme versteht man mehr als reine Hardware und Software. Dazu zählen E-Akte, Vorgangsbearbeitungssysteme, Formularmanagement, Dokumentenmanagement, Workflow- und BPM-Lösungen, Identitäts- und Berechtigungsmanagement sowie Schnittstellen und Cloud-Services. Eine klare Verwaltungssoftware Kurzbeschreibung hilft Behörden, Umfang und Funktionalität verschiedener Lösungen schnell zu erfassen.

Funktionen umfassen digitale Erfassung, Speicherung, Verarbeitung und Freigabeprozesse. Benachrichtigungs- und Archivierungslösungen runden das Bild ab. Die E-Akte Erklärung zeigt, wie elektronische Akten papierbasierte Ablagen ersetzt und Zugriff, Versionierung sowie Langzeitarchivierung organisiert.

Warum das Thema für Behörden in Deutschland relevant ist

Öffentliche Stellen stehen unter Druck, Services effizienter und rechtssicher anzubieten. Digitale Systeme reduzieren manuelle Schritte und senken Fehlerquoten. Die Verwaltungssoftware Kurzbeschreibung macht deutlich, welche Module sofort Nutzen bringen und welche langfristig investieren müssen.

Gesetzliche Vorgaben wie die E-Government-Gesetze und die Digitalisierungsoffensive der Bundesländer treiben Umstellungen voran. Eine fundierte Definition digitale Systeme schafft die Basis für datenschutzkonforme Konzepte und interoperable Schnittstellen.

Kernfragen, die der Artikel beantwortet

  • Welche Funktionen sind für E-Akte Erklärung und Dokumentenmanagement unverzichtbar?
  • Wie unterscheiden sich Vorgangsbearbeitungssysteme und klassische DMS in der Praxis?
  • Welche Integrationsschichten und Sicherheitsmodule sind erforderlich, damit digitale Systeme in bestehende Infrastrukturen passen?
  • Wie wirkt sich die Einführung von Verwaltungssoftware Kurzbeschreibung auf Arbeitsabläufe und Ressourceneinsatz aus?

Vorteile digitaler Verwaltungssoftware für Effizienz und Zeitersparnis

Digitale Verwaltungssoftware reduziert Routineaufwand und schafft Raum für anspruchsvolle Aufgaben. Behörden in Deutschland nutzen moderne Tools, um Prozesse zu straffen und tägliche Arbeitsbelastung zu senken.

Automatisierung wiederkehrender Aufgaben

Viele Routineaufgaben wie Formularprüfungen, Fristenverwaltung und Benachrichtigungen laufen heute statt manuell automatisiert ab. Lösungen auf Basis von RPA Behörden, regelbasierten Engines und BPM-Plattformen übernehmen einfache Entscheidungen und wiederkehrende Schritte.

Das Ergebnis ist eine geringere Fehlerquote und weniger manuelle Eingriffe. Teams gewinnen Zeit für komplexe Prüfungen und Bürgeranliegen.

Digitale Aktenführung statt Papierberge

Digitale Akten ersetzen Ordner und ermöglichen schnellen Zugriff auf Vorgänge. Metadaten und Volltextsuche beschleunigen die Suche und verbessern Nachvollziehbarkeit.

Durch Workflow-Automation lassen sich Dokumente automatisch zuordnen und Versionen protokollieren. Transparenz und Auditierbarkeit steigen spürbar.

Schnellere Bearbeitungszeiten und bessere Ressourcennutzung

Messgrößen wie Durchlaufzeit, Anzahl manueller Eingriffe und Bearbeiterstunden pro Vorgang zeigen Effizienzgewinne. Prozessautomatisierung Verwaltung verkürzt Wege zwischen Eingang und Entscheidung.

Effizientere Abläufe senken Kosten pro Vorgang und entlasten Mitarbeitende. Die freiwerdenden Kapazitäten fließen in Kundenkontakt, Beratung und Projektarbeit.

  • Reduktion manueller Fehler
  • Erhöhte Durchlaufgeschwindigkeit
  • Bessere Nachverfolgbarkeit von Entscheidungen

Sicherheits- und Datenschutzaspekte bei digitalen Systemen

Digitale Systeme bringen Effizienz in die Verwaltung. Sie verlangen gleichzeitig präzise Regeln zum Schutz personenbezogener Daten. Behörden stehen vor der Aufgabe, technische Maßnahmen mit rechtlichen Vorgaben zu verbinden, um Vertrauen zu sichern.

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Behörden

Die DSGVO legt verbindliche Pflichten fest, die für öffentliche Stellen gelten. Das umfasst Dokumentationspflichten, Betroffenenrechte und das Führen von Verzeichnissen von Verarbeitungstätigkeiten. Bei sensiblen Daten verlangt die Verwaltung eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) vor der Einführung risikoreicher Systeme.

Verschlüsselung, Zugriffskontrolle und Protokollierung

Sichere Verschlüsselung schützt Daten bei Übertragung und im Ruhezustand. Rollenbasierte Zugriffskontrollen begrenzen Berechtigungen auf das notwendige Maß. Protokollierung schafft Nachvollziehbarkeit und hilft bei Audits sowie forensischen Untersuchungen.

Risiko- und Incident-Management

  • Erkennung von Sicherheitsvorfällen durch Monitoring und Alerts.
  • Schnelle Reaktionspläne zur Eingrenzung von Schäden.
  • Regelmäßige Risikoanalysen, um Schwachstellen zu finden und zu beheben.

Vertragsgestaltung bei Outsourcing bleibt zentral. Auftragsverarbeitung verlangt klare Vereinbarungen mit Anbietern, die Subunternehmer prüfen und Datenverarbeitungsstandorte offenlegen. Das schützt die Integrität der Daten und erfüllt Anforderungen der Datenschutz öffentliche Verwaltung.

Praktische Maßnahmen verbinden Technik und Organisation. Schulungen der Mitarbeitenden, regelmäßige Prüfungen und dokumentierte Prozesse stärken die datenschutzkonforme Nutzung digitaler Lösungen. Ein strukturiertes Vorgehen reduziert Fehler und erhöht Sicherheit.

Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz bei Mitarbeitenden

Gute Usability reduziert Fehler und senkt den Schulungsaufwand. Bei der Auswahl von Verwaltungslösungen achten IT-Verantwortliche in Kommunen darauf, dass Abläufe klar strukturiert sind und Mitarbeitende schnell produktiv werden. Das steigert die Nutzerfreundlichkeit Behörden und erhöht die tägliche Zufriedenheit im Sachbearbeiteralltag.

Usability als Erfolgsfaktor

  • Klar strukturierte Workflows helfen, Bearbeitungsschritte sichtbar zu machen.
  • rollenbasierte Dashboards liefern nur die relevanten Informationen.
  • gute Suchfunktionalität und schnelle Reaktionszeiten verbessern die Effizienz.

Schulung, Change Management und Akzeptanzförderung

Schulungen sollten praxisnah sein und konkrete Beispiele aus dem Behördenalltag enthalten. Change-Management-Maßnahmen fördern die Akzeptanz, wenn Führungskräfte wie Bundes- oder Landesbehörden die Vorteile transparent kommunizieren. Pilotgruppen mit echten Sachbearbeitern liefern wertvolles Feedback während der Einführung.

Barrierefreiheit und Zugänglichkeit

Barrierefreie Oberflächen sichern den Zugang für Menschen mit Behinderungen. Einfache Navigation, kompatible Screenreader-Unterstützung und kontraststarke Designs steigern die Nutzerfreundlichkeit Behörden. Behörden profitieren, wenn Barrierefreiheit von Anfang an in das Design der Usability Verwaltungssoftware integriert wird.

Usability-Tests mit Prototypen und regelmäßige Feedbackschleifen binden Fachanwender ein. Diese Praxis verbessert das Produkt, reduziert Nacharbeiten und fördert die langfristige Akzeptanz bei Mitarbeitenden.

Interoperabilität und Standardisierung in der öffentlichen Verwaltung

Interoperabilität ist das Rückgrat moderner Verwaltungssysteme. Sie sorgt dafür, dass Daten zwischen Fachverfahren, kommunalen Portalen und Landesdiensten flüssig fließen. Offene Standards und klare Schnittstellen verhindern Insellösungen und senken langfristig Kosten.

Gute Dokumentation und Versionierung sind praktisch für Entwickler und Betreiber. Authentifizierungsmechanismen wie OAuth und SAML regeln sicheren Zugriff. Behörden brauchen Konzepte für Fehlerbehandlung und Monitoring, um stabile Abläufe zu garantieren.

Offene Standards E-Government

  • XÖV-Profile sorgen für einheitliche Datenstrukturen beim Austausch.
  • XML- und JSON-Formate gewährleisten Kompatibilität zwischen Systemen.
  • Referenzarchitekturen wie X-Road zeigen, wie föderale Netze zusammenarbeiten.

APIs Behörden

  • Gut gestaltete APIs Behörden ermöglichen modulare Dienste und verhindern Vendor-Lock-in.
  • OZG-konforme Schnittstellenanforderungen geben verbindliche Vorgaben für Service-Aufrufe.
  • Praktische Anforderungen beinhalten Sandbox-Umgebungen und klare SLA.

Datenformate und Austausch

Normierte Datenformate schaffen Vorhersagbarkeit beim Datentransfer. Einheitliche Kataloge und Metadaten erleichtern die Verarbeitung. Transformationswerkzeuge helfen beim Mapping zwischen verschiedenen Formaten.

Beispiele erfolgreicher Integrationsprojekte

  1. Ein Landkreis verknüpfte das Einwohnermeldeamt mit dem Bauportal per XÖV-Nachrichten, um Meldebescheide automatisiert zu übermitteln.
  2. Eine Landesregierung nutzte X-Road-Elemente, um Identitätsprüfungen und Datenaustausch zwischen Ministerien zu standardisieren.
  3. Mehrere Kommunen führten OSCI-basierte Nachrichtenübermittlung ein, um Prozessketten über Systemgrenzen hinweg zu schließen.

Interoperabilität Verwaltung bleibt eine fortlaufende Aufgabe. Technik, Governance und qualifizierte Mitarbeitende müssen Hand in Hand arbeiten, damit offene Standards E-Government und APIs Behörden ihren Mehrwert entfalten.

Kosten-Nutzen-Bewertung digitaler Lösungen für Behörden

Die Einführung digitaler Verwaltungssoftware verlangt eine klare Kosten-Nutzen-Bewertung. Behörden sollen verstehen, welche Investitionen anfallen und wie sich diese über die Laufzeit verteilen. Ein strukturierter Blick hilft bei Entscheidungen zwischen Cloud- und On-Premises-Angeboten.

Anschaffungs-, Betriebs- und Folgekosten

Zu den direkten Kosten zählen Lizenzkosten pro Nutzer oder Instanz, Implementierung, Datenmigration und Schnittstellenentwicklung. Betriebskosten umfassen Hosting, Wartung und Supportverträge. Langfristige Folgekosten ergeben sich aus Upgrades, Anpassungen an Gesetzesänderungen sowie Energie- und Hardwarekosten.

Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierung

  • Weniger Papier, kürzere Durchlaufzeiten und geringerer Verwaltungsaufwand führen zu messbaren Einsparungen.
  • Automatisierte Vorgangsbearbeitung reduziert Fehler und Nacharbeiten.
  • Skalierbare Cloud-Lösungen erlauben bedarfsgerechte Ressourcennutzung und oft niedrigere Anfangsinvestitionen.

Bewertungskriterien bei Produktentscheidungen

  1. Transparente Berechnung der Kostenverwaltung: Lizenzmodelle, Implementierung und laufende Gebühren.
  2. Vergleich des Total Cost of Ownership Behörden über mindestens fünf Jahre, um versteckte Folgekosten zu erfassen.
  3. Budgetplanung für Schulung und Change Management, um Akzeptanz und Leistung sicherzustellen.
  4. Technische Aspekte wie Schnittstellen, Skalierbarkeit und Sicherheitsanforderungen.

Bei Ausschreibungen empfiehlt sich eine TCO-Betrachtung, die Kosten Verwaltungssoftware und alle Folgekosten kombiniert. Nur so entsteht ein realistisches Bild der langfristigen Belastung und möglicher Einsparpotenziale.

Praxisbeispiele und Produktbewertungen relevanter Systeme

Dieser Abschnitt stellt konkrete Tests und Erfahrungsberichte zu elektronischen Akten, Vorgangsbearbeitung und Formularlösungen vor. Leser finden hier vergleichende Hinweise zu Funktion, Integration und Betreibermodellen. Beispiele aus deutschen Verwaltungen illustrieren praktische Anwendungsfälle.

Ein strukturierter E-Akte Vergleich beginnt mit Kernkriterien wie Versionierung, Rechteverwaltung und performanter Suche. Testinstallationen von Anbietern wie Fabasoft, d.velop und OpenText zeigen Unterschiede bei Skalierbarkeit und Integrationsumfang.

Der Vorgangsbearbeitungssysteme Test nutzt Benchmarks für Durchsatz und Antwortzeiten. Er berücksichtigt Schnittstellen zu Fachverfahren und eIDAS-konforme Signaturen. Anwenderfeedback aus Kommunen ergänzt technische Messwerte.

Formularmanagement Behörden verlangt DSGVO-konforme Verarbeitung und barrierefreie Formularoberflächen. Anbieter mit starkem Integrationsökosystem erleichtern die Anbindung an bestehende Portale und Authentifizierungsdienste.

Bewertungskriterien in Reviews umfassen:

  • Funktionaler Umfang: Versionierung, Rollen, Suche
  • Integrationsfähigkeit: APIs, Schnittstellen zu Fachverfahren
  • Performance und Skalierung: Belastungstests und reale Last
  • Compliance: DSGVO, eIDAS, Audit-Trails
  • Kostenmodell und Supportangebot

Erfolgsstories zeigen, wie Kommunen Abläufe verkürzen. Ein Landkreis berichtete von spürbar kürzeren Durchlaufzeiten nach Einführung einer kombinierten E-Akte und Vorgangsbearbeitungslösung. Ein anderes Beispiel beschreibt ein Rathaus, das Formularmanagement Behörden digitalisiert hat und die Bürgerzufriedenheit steigerte.

Methodisch stützt sich die Bewertung auf Testinstallationen, Anwenderbefragungen und Sicherheitsprüfungen. So entstehen belastbare Vergleichswerte, die Entscheidungsträgern helfen, passende Lösungen zu wählen.

Zukunftsperspektiven: KI, Automatisierung und digitale Bürgerdienste

Die Integration von KI Verwaltung verändert Abläufe in Behörden grundlegend. Automatische Dokumentenerkennung per OCR und semantische Klassifikation reduzieren manuelle Erfassung. Chatbots beantworten Routinefragen und entlasten Mitarbeitende, während Entscheidungsunterstützung bei komplexen Fällen die Qualität erhöht.

Automatisierung E-Government geht Hand in Hand mit neuen Betriebsmodellen wie Cloud- und Mixed-Hosting sowie API-basierten Ökosystemen. Diese Architektur fördert die Vernetzung zwischen Kommunen, Landesstellen und externen Dienstleistern und macht digitale Bürgerdienste Zukunftsfähig und skalierbar.

Regulatorik und Risiken müssen parallel adressiert werden: Erklärbarkeit von KI-Entscheidungen, Bias-Vermeidung und datenschutzkonforme Trainingsdaten sind zentrale Themen. Die KI-Verordnung der EU sowie nationale Vorgaben geben den rechtlichen Rahmen vor, den Behörden bei Einführung und Betrieb beachten müssen.

Praktische Empfehlungen für Behörden sind frühe Pilotprojekte, Aufbau interner Kompetenzzentren und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit etablierten Anbietern und Start-ups. Laufende Kosten-Nutzen-Evaluationen und angepasste Governance sichern, dass KI Verwaltung, Automatisierung E-Government und digitale Bürgerdienste Zukunft nachhaltig und bürgernah gestaltet werden.

FAQ

Was versteht man unter „digitalen Systemen“ in Behörden?

Digitale Systeme umfassen Software und IT-Infrastrukturen, die Verwaltungsprozesse unterstützen. Typische Komponenten sind E-Akte, Vorgangsbearbeitungssysteme (DMS/VBS), Formularmanagement, Workflow- und BPM-Lösungen, Identitäts- und Berechtigungsmanagement, Schnittstellen/APIs, Cloud-Services sowie KI-gestützte Tools wie OCR und semantische Klassifikation. Sie dienen der digitalen Erfassung, Speicherung, Verarbeitung, Freigabe und Archivierung von Informationen.

Warum ist Verwaltungsmodernisierung in Deutschland aktuell so relevant?

Initiativen wie das Onlinezugangsgesetz (OZG), der DigitalPakt und Vorgaben des IT-Planungsrats treiben die Digitalisierung voran. Ziel ist, Verwaltungsleistungen online bereitzustellen, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Servicequalität zu verbessern. Für Entscheider in Kommunen, IT-Verantwortliche und Beschaffer bedeutet das, dass technische, organisatorische und rechtliche Anforderungen bei Softwareauswahl und Implementierung zusammen gedacht werden müssen.

Welche konkreten Effekte haben digitale Systeme auf Effizienz und Zeitersparnis?

Durch Automatisierung wiederkehrender Aufgaben – etwa Formularprüfungen, Fristenverwaltung und Benachrichtigungen – reduzieren sich manuelle Fehler und Durchlaufzeiten. Technologien wie RPA, regelbasierte Engines und BPM ermöglichen schnellere Bearbeitungen und bessere Ressourcennutzung. Messgrößen sind Durchlaufzeit, Fehlerquote, Anzahl manueller Eingriffe und Bearbeiterstunden pro Vorgang.

Welche Sicherheits- und Datenschutzanforderungen müssen Behörden beachten?

Behörden sind an die DSGVO gebunden und müssen Betroffenenrechte, Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten und gegebenenfalls Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) sicherstellen. Technisch sind Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Protokollierung und ein Incident-Management erforderlich. Bei Cloud-Lösungen sind Auftragsverarbeitungsverträge (AVV), Prüfung von Subunternehmern und Datenstandorte besonders wichtig.

Wie lässt sich die Nutzerakzeptanz bei Mitarbeitenden erhöhen?

Usability ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Intuitive Oberflächen, rollenbasierte Dashboards, performante Suchfunktionen und klare Workflows reduzieren Schulungsaufwand. Ergänzend sind gezielte Schulungen, Change-Management-Maßnahmen und Einbindung von Sachbearbeitern in Tests und Prototyping notwendig. Barrierefreiheit nach BITV-Vorgaben sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Welche Rolle spielen Interoperabilität und Standards?

Offene Standards und APIs verhindern Vendor-Lock-in und ermöglichen den Datenaustausch zwischen Behörden. Relevante Formate und Standards sind XÖV, XML/JSON, OSCI sowie Konzepte wie X-Road als Referenzarchitektur. Wichtige Praxisanforderungen umfassen API-Dokumentation, Authentifizierung (OAuth, SAML) und Versionsmanagement.

Wie lassen sich Kosten und Nutzen digitaler Lösungen bewerten?

Bei der Kosten-Nutzen-Bewertung sind Anschaffungs-, Implementierungs- und Betriebskosten sowie Folgekosten wie Upgrades und Support zu berücksichtigen. Cloud-SaaS-Modelle haben andere Kostenprofile als On-Premises-Lösungen. Nutzen entsteht durch Prozessoptimierung, Einsparung von Bearbeiterstunden und geringere Fehlerquoten. Kriterien bei Produktentscheidungen sind Skalierbarkeit, Integrationsfähigkeit, Compliance und Support.

Welche Kriterien sind bei der Auswahl von Verwaltungssoftware wichtig?

Entscheidende Kriterien sind funktionaler Umfang (Versionierung, Rollen, Suche), Integrationsfähigkeit via Schnittstellen, Performance, Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen (DSGVO, eIDAS), Kostenmodell sowie verfügbares Support- und Schulungsangebot. Testinstallationen, Anwenderfeedback und Benchmarks helfen, reale Leistungswerte zu ermitteln.

Gibt es bewährte Anbieter und Produkte für deutsche Behörden?

Auf dem Markt gibt es sowohl etablierte Anbieter als auch spezialisierte Hersteller. Beispiele sind OpenText, Fabasoft und d.velop, die E-Akte- und Dokumentenmanagementlösungen anbieten. Die Auswahl sollte auf Referenzen, Integrationsökosystem, Skalierbarkeit und Einhaltung rechtlicher Anforderungen basieren.

Wie können Behörden KI sinnvoll und rechtssicher einsetzen?

KI lässt sich für OCR/ICR, semantische Klassifikation, Chatbots und Entscheidungsunterstützung nutzen. Wichtige Voraussetzungen sind Erklärbarkeit der Modelle, Vermeidung von Bias, datenschutzkonforme Nutzung von Trainingsdaten und Einhaltung kommender EU-Regelungen wie der KI-Verordnung. Pilotprojekte, interne Kompetenzzentren und enge Zusammenarbeit mit etablierten Anbietern helfen bei sicherer Einführung.

Welche Praxisbeispiele zeigen erfolgreiche Digitalisierung in Kommunen?

Erfolgsstories umfassen Projekte mit klar definierten Zielen für E-Akte- und Vorgangsbearbeitung, häufig mit schrittweiser Einführung und enger Anwenderbeteiligung. Typische Erfolgsfaktoren sind belastbare Integrationen, begleitendes Change Management, messbare KPIs und verlässlicher Support durch den Anbieter.

Wie geht man mit Migration von Papierakten und Altdaten um?

Datenmigration erfordert eine sorgfältige Voranalyse, Klassifizierung, Qualitätskontrolle und gegebenenfalls OCR-Aufbereitung. Ein stufenweiser Migrationsplan mit Priorisierung kritischer Aktenarten, Testmigrationen und Validierung reduziert Risiken. Vertragliche Regelungen mit Dienstleistern und klare Datenschutzvorgaben sind dabei essenziell.

Was sind typische Stolperfallen bei Implementierungsprojekten?

Häufige Fehler sind unklare Anforderungen, fehlende Einbindung der Fachanwender, unzureichendes Change Management, unvollständige Schnittstellenplanung und unzureichende Sicherheitsprüfungen. Zeit- und Budgetüberschreitungen lassen sich durch Pilotphasen, agile Vorgehensweise und realistische Ressourcenplanung vermeiden.

Wie lässt sich die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen dauerhaft sicherstellen?

Dauerhafte Compliance erfordert laufende Bewertungen der Rechtslage, regelmäßige Datenschutzprüfungen, dokumentierte Verfahren und passende Vertragswerke mit Anbietern. Technisch helfen Audit-Logs, Protokollierung und rollenbasierte Zugriffskontrollen. Behörden sollten außerdem Prozesse für regelmäßige Updates und Sicherheitsreviews etablieren.
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